top of page
2017-08-14_19-07_001_canon_amap_lr-min_edited.jpg

Kakaoanbau zum Schutz der Biodiversität

DB0A2609-min.jpg

 

Die Mata Atlântica ist auf etwa 10 % ihrer ursprünglichen Ausdehnung geschrumpft. Die verbliebenden Reliktwälder sind stark fragmentiert und meist kleiner als 50 ha. Dennoch ist die Kakaoküste im Süden Bahias ein Hotspot der Biodiversität geblieben. Die traditionelle Form der Forstwirtschaft ist der Grund dafür, dass die hohe Artenvielfalt trotz der Fragmentierung erhalten werden konnte.

In diesem traditionellen Kakao-Agroforstsystem, dem Cabruca, werden die Kakaobäume innerhalb des ursprünglichen Waldes als Unterholz gepflanzt und geerntet, wobei die Baumkronenschicht als Schattenspender erhalten bleibt. Durch diese Form der Bewirtschaftung ist ein Verbundsystem aus Primär- und Sekundärwäldern entstanden, bei dem Cabrucas die Matrix bilden. Waldbewohnende Tierarten können die Cabrucas als Korridore oder Lebensräume nutzen. Die Artenvielfalt der Mata Atlântica konnte so in der Kakaoregion im Süden Bahias erhalten werden.

DB0A5620-min.jpg
_MG_8724-min.jpeg

 

Die Fazenda Bom Pastor hat ca. 20 Hektar Cabruca. Der Cabruca wird biodiversitätsfreundlich bewirtschaftet. 2024 konnte die Bio-Zertifizierung abgeschlossen werden.

_MG_1536_edited.jpg

Der Cabruca der Fazenda Bom Pastor ist Lebensraum für mindestens zwei Familien-Gruppen Goldkopflöwen-äffchen. Diese werden in einem Monitoring-Projekt mit Unterstützung von AMAP wissenschaftlich untersucht. Dabei wird unterucht,  welche Schlüsselfaktoren für ihr Überleben in Cabrucas nötig sind, um dies auf andere Kakaofarmen übertragen zu können.

_MG_0013-min_edited.jpg
P1030242-min.JPG

Kakaoblüten wachsen direkt am Stamm

bottom of page